Ein Meilenstein in der Zusammenarbeit der Städte

Die Initiative Städteverbund Schmölln-Gößnitz ist ein Verbund der Städte Schmölln und Gößnitz, welcher am 5. September 2002 unterzeichnet wurde. Der Gößnitzer Stadtrat hatte am 28. August 2002 und der Schmöllner Stadtrat am 5. September 2002 dem Vertrag zugestimmt. Der Städteverbund hat eine überörtliche Funktion und ist einwirtschaftlicher Impulsgeber für die Region. Neben Altenburg ist Schmölln/Gößnitz das einzige Mittelzentrum im Landkreis Altenburger Land. Im Verbund leben über 17.000 Menschen (Schmölln 13.700; Gößnitz 3.380).

Die Ziele des Verbundes der beiden verhältnismäßig kleinen Städte ist es, die wirtschaftliche und kommunale Entwicklung sowie die interkommunale Zusammenarbeit zu stärken. Zudem soll die Attraktivität beider Städte einschließlich ihrer Ortsteile weiter erhöht werden. In Zeiten des demografischen Wandels ist es umso wichtiger, die Kräfte zu bündeln und gemeinsamen Zielen zum Durchbruch zu verhelfen. Dieser Aufgabe stellen sich die Mitglieder beider Stadträte. Durch ein abgestimmtes und koordiniertes Vorgehen soll die wirtschaftliche und kommunale Entwicklung spürbare Impulse erfahren.

Verbunden durch Kooperation - was wurde bisher erreicht?

Industrieverbundstandort

Der Verbundstandort erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von 74 Hektar. Freie Grundstücke mit einer Gesamtgröße von 302.000 Quadratmetern sind noch vorhanden. Dabei ist die Lage optimal: der Standort ist unmittelbar an die Landesstraße 1358 angebunden. Fünf Kilometer entfernt befindet sich die A4 mit der Anschlussstelle Schmölln. Weitere wichtige Anschlussstraßen sind die B93 durch Gößnitz und die B7 durch Schmölln, welche jeweils ungefähr in zwei Kilometern Entfernung verlaufen. Das Schienennetz ist in beiden Städten gut ausgebaut, am zwei Kilometer entfernten Gößnitzer Bahnhof ist die Verladung von Gütern möglich. Auch der Flugplatz Altenburg-Nobitz befindet sich in unmittelbarer Nähe.

Der Verbundstandort ist voll erschlossen und es ist ausdrücklich produzierendes Gewerbe erwünscht, Einzelhandel allerdings ausgeschlossen, zudem besteht eine unmittelbare Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr. Weiterhin befinden sich in 500 – 1.000 Metern Entfernung Wohnungsbaustandorte.

Interkommunale Zusammenarbeit

Die Städte Schmölln und Gößnitz arbeiten im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) auf Verwaltungsebene zukunftsorientiert und effizient zusammen. So verfügen die beiden Stäfte beispielsweise über einen gemeinsamen Datenschutzbeauftragten sowie eine gemeinsame Schiedsstelle. Darüber hinaus kommt die Schmöllner Kehrmaschine in beiden Städten zum Einsatz. Diese gewinnbringende und vertrauensvolle Form der Zusammenarbeit soll in Zukunft weiter intensiviert werden.

Schmölln macht mobil

Der Städteverbund Schmölln-Gößnitz nutzt seine Vorteile der kurzen Wege und sorgt für qualitativ gleichwertige Lebensverhältnisse in Kernstadt und Ortsteilen. Mit dem im Dezember 2018 erweiterten Stadtverkehr wurde das Schmöllner Liniennetz ausgebaut und ist dadurch komfortabler. Ein durchgehendes regelmäßiges Angebot ermöglicht Fahrten von morgens bis abends sowie am Wochenende. Mehr Haltestellen sorgen für kürzere Wege und eine flächendeckende Bedienung. Neu sind auch die direkten Anfahrten der Wohngebiete am Wartenberg und am Weidengrund. Von dort kann beispielsweise zum Markt, zum Bahnhof und anschließend weiter in alle Richtungen gefahren werden. Der Anschluss zum Zug oder Regionalverkehr ist direkt verknüpft.

Austausch - Zusammenhalt - Unterstützung

Einmal jährlich findet das gemeinsame Jahres- sowie Vereinstreffen der Städte Schmölln und Gößnitz statt, zu dem Gäste aus Wirtschaft, Vereinen und Politik geladen sind. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen steht neben Information und Austausch auch die Ehrung engagierter Menschen und Unternehmen sowie die Kontaktknüpfung zwischen Schmöllner und Gößnitzer Vereinen und Institutionen. Auch kulturell arbeiten beide Städte intensiv miteinander. So wird zum Beispiel der Veranstaltungskalender auf der jeweils anderen Stadtwebseite geteilt. Im regelmäßigen Turnus treffen sich die Bürgermeister zu einer gemeinsamen Sprechstunde, um dort über aktuelle Geschehnisse, Sorgen und Probleme zu sprechen und gegenseitig Unterstützung zu geben. Gemeinsam werden dort auch weitere Ziele und Vorhaben besprochen.